Suche die Stelle, an der der Satz beginnt zu schwächeln, und kappe den Rest. Ersetze weiche Formulierungen wie „kann dabei helfen“ durch klare Aussagen wie „hilft“. Steige früher ein, vermeide Umwege, trenne Gedanken. Oft reicht ein Punkt mehr, um das Wichtigste leuchten zu lassen. Kürze „aufgrund von“ zu „wegen“, „in der Lage sein“ zu „können“. Diese Mikro‑Kürzungen addieren sich zu spürbar leichterer Lektüre.
Aktive Verben verteilen Verantwortung und Energie korrekt. „Wir liefern morgen“ wirkt dynamischer als „wird morgen geliefert“. Besonders in Anleitungen und Produkttexten schärft Aktiv die Handlungskette. Frage: Wer tut was, für wen, wann? Antworte direkt im Satz. Passiv behalten wir für faktenzentrierte Stellen oder wenn der Handelnde unwichtig ist. Dieser schnelle Wechsel erhöht Nähe und reduziert Missverständnisse, ohne den Ton hart zu machen.
Fachbegriffe können präzise sein, schrecken aber ab, wenn Zielgruppen heterogen sind. Übersetze „skalierbare, modulare Architektur“ zu „wächst mit deinem Bedarf, Baustein für Baustein“. Erkläre Abkürzungen beim ersten Auftreten, ersetze Anglizismen, wo sie nicht klarer machen. Behalte Fachwörter dort, wo Profis sie erwarten, doch biete immer eine verständliche Alternative. So fühlen sich Anfänger willkommen und Fortgeschrittene ernstgenommen – eine seltene, sehr wirkungsvolle Balance.